Die Alabasterküste in der Normandie – ein Kunstwerk in Pastell

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Lichterspiele in Türkisblau

Der 120 km lange Küstenabschnitt in der Normandie zwischen Le Havre und Le Tréport wird La Côte d’Albâtre – die Alabasterküste – genannt.

Diese wunderbare Küste muss von Impressionisten erschaffen worden sein – zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man im Herbst die wunderbaren Farben und das Licht an dieser Küste genießt.

Leuchtturm an der Hafeneinfahrt von Saint Valéry en Caux
Leuchtturm an der Hafeneinfahrt in Saint Valéry en Caux

 

 

An der Alabasterküste spielt die Sonne mit den Wolken und liefert ein wunderbares Farberlebenis. Aufgrund ihrer Farben und des spektakulären Lichts hat die Region viele Künstler angezogen und inspiriert.

 

Ein Traum in Pastell

Man schwelgt in Türkis- und Grüntönen und kann stundenlang am Strand sitzen, dem Spiel von Lichtern und Farben zuschauen und die Seele baumeln lassen. Durch die extremen Unterschiede von Ebbe und Flut verändert sich das Szenario ständig.

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Die hohen Kreidefelsen der Alabasterküste

Die Küste wird definiert von hohen weißen Kreidefelsen, die von einigen flachen Strandabschnitten unterbrochen werden. Dabei laden nicht nur die hohen Felsen zum Klettern ein, es sind auch nicht alle Strände einfach zu erreichen. Zum Beispiel gelangt man zum Strand von Saint-Martin-aux-Buneaux nur über diese steile, schwindelerregende Treppe. Mit Flip.Flops, Strandmatte und Luftmatratze ist das kaum zu schaffen!

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Saint-Martin-aux-Buneaux

Die Region zeichnet sich nicht nur durch die ungewöhnliche Küstenlinie aus – hier gibt es auch noch unheimlich viel zu sehen und zu erleben.

In dem kleinen Dörfchen Saint-Martin-aux-Buneaux beispielsweise ist doch eine gewissen Schwindelfreiheit gefragt, wenn man die Wasserlinie erreichen möchte und dazu eine steil abfallende Leiter hinunter klettern muss.

Turbulente Vergangenheit

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Relief in der Kathedrale von Dieppe
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Die Küstenlinie in der Nähe von Dieppe

Aufgrund ihrer Lage blickt die Alabasterküste auf eine abwechslungsreiche Vergangenheit zurück. Sie war Ziel von Eroberungs-zügen, bei denen Städte wie Dieppe komplett zerstört worden sind.

Dieppe ist auch ein früher Ausgangspunkt für  Entdeckerreisen und Pilgerfahrten nach Santiago de Compostella gewesen.

Schon seit 1848 gibt es eine Eisenbahnverbindung nach Paris und in der Folge entwickelten sich die Strände und Seebäder zum beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel der Bewohner der französischen Hauptstadt.

Interessant auch für Fans von Burgen und Schlössern

Schloss in Saint-Martin-aux-Buneaux
Typischer Landsitz in Saint Martin aux Buneaux

Dank der guten Bedingungen für die Landwirtschaft und der Nähe zu Paris hatten viele adeligen Familien hier ihre Landsitze.

Es gibt hier zahlreiche Schlösser, Gärten und Klöster zu entdecken, die man aber meist nur in den Sommermonaten, Juli und August, besichtigen kann.

Le Couvent des Pénitent in Saint Valéry en Caux
Le Couvent des Pénitent in Saint Valéry en Caux

Wir konnten sie daher meist nur von außen bewundern, aber schon die Schlossparks sind sehenswert und die Bäume bieten mit ihren gefärbten Blättern einen wunderbaren Anblick.

Heimat des Benediktine Likörs in Fécamp
Heimat des Bénédiktine Likörs in Fécamp

Städte wie Fécamp und Dieppe sind mit ihren Kathedralen und Sehenswürdigkeiten unbedingt einen Besuch wert.

So befindet sich in Fécamp zum Beispiel das Zuhause des berühmten Bénédictine Likörs, der in einem sehr phantasievollen Palast produziert wird.

Die Gegend ist bekannt für ihren Flachsanbau, und man sieht des Öfteren große Felder mit den blauen Blüten. Auch Apfelbäume bestimmen das Bild der Region, aus denen Calvados gewonnen wird.

Und das Beste! – überall bekommt man wunderbare Gerichte mit Seefischen und Krustentieren serviert.

Chateau de Janville mit Taubenhaus
Chateau de Janville mit Taubenhaus

Fans von Meeresfrüchten werden die Alabasterküste lieben. Besonders Austern und Jakobsmuscheln gibt es hier fangfrisch. Hobbyköche haben in den Häfen die Möglichkeiten, den Fang des Tages direkt vom Fischerboot zu erwerben.

Auch wer ab und zu gerne ein gutes Steak genießt, kommt in der Region auf seine Kosten. Die Rinderherden stehen praktisch das ganze Jahr auf der Weide und die Fleischgerichte, die man serviert bekommt sind unheimlich lecker. Ein Paradies für Genießer!

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Der Strand in Veulettes sur Mer

Gute Restaurants und Möglichkeiten, die lokale Küche zu genießen, gibt es entlang der Küste und im Landesinnern jede Menge.

Hier noch eine Empfehlung für die drei Restaurants, in denen es uns am besten geschmeckt hat und die – mit einer Ausnahme – auch noch während des Essens einen wunderbaren Blick auf das Farbenspiel von Himmel und Meer bieten:

Unser Favorit:

Hôtel de la Plage in Quiberville sur Mer

Quiberville sur Mer
Strandhäuschen in Quiberville sur Mer

Hier haben wir das beste Essen bekommen! Man kann ganz wunderbar mit einem Glas Pouilly Fumée am Fenster sitzen, den Surfern zuschauen, ein köstliches Essen genießen und dem Farbenspiel des Meeres zusehen.

Hotel Les Frégattes in Veullettes sur Mer

Das kleine Dorf an der Küste war unser Ausgangspunkt für die Ausflüge in die Umgebung. Hier gibt es an der Promenade mehrere Lokale, in denen man herrliche Gerichte mit frischen Meeresfrüchten bekommt.

Im Restaurant des Hotels Les Frégattes haben wir zur Abwechslung ganz wunderbare Steaks genossen und zur Vorspeise gab es Lachs auf Linsensalat. Ganz köstlich!

Schnitzereien Maison Henri IV
Maison Henri IV in Saint Valérie en Caux

Restaurant/Moulerie Coruble Patrice in Saint Valérie en Caux

Das kleine Lokal liegt in zweiter Reihe zur Promenade des kleinen Städtchens und hier haben wir uns am wohlsten gefühlt. Die Dame des Hauses hat sich sehr nett um uns gekümmert und wir haben uns auf Französisch, Englisch, Deutsch und mit Zeichensprache und viel Sympathie sehr gut unterhalten.

Das Restaurant hat eher eine kleine Karte und bietet in erster Linie ganz wunderbare Muschelgerichte (wie der Name sagt) mit frischen Produkten an.

 

 

 

 

 

 

 

 

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