Tipp für eine Winterreise: Halbinsel Cotentin in der Normandie

Carteret in der Normandie
Strand in Carteret, Normandie

Über eine Reise in die Normandie denkt man meist dann nach, wenn es um die Planung für den nächsten Sommerurlaub geht.

Wunderbare Strände und tolles Essen

Diese Region lockt mit kilometerlangen Stränden, einem Meer, das nicht ganz so rauh wie in der Bretagne ist, und natürlich mit jeder Menge kulinarischer Highlights. Nicht zuletzt, da es jeden Tag fangfrischen Fisch und Muscheln aus dem Meer direkt vor der Haustüre gibt.

Aber die Normandie ist auch im Winter unbedingt eine Reise wert. Das leckere Essen kann man natürlich auch jetzt im Januar genießen. Und die wunderbaren Strände sind nun menschenleer und laden zu langen Spaziergängen ein. Ein weiterer Vorteil ist das milde Klima. Während in München gerade Schneetreiben bei Minusgraden herrscht, geniessen wir im Norden Frankreichs die Sonne bei zweistelligen Plusgraden.

Interessante Geschichte

Weltberühmt: Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel

Die Normandie hat in der Geschichte schon früh eine Rolle gespielt und wurde erstmals von Julius Cäsar erobert, danach von den Franken. Ihren Namen erhielt die Region im Mittelalter als Heimat der Normannen, von wo aus schliesslich Wilhelm der Eroberer seine Feldzüge nach England startete. Die Geschichte seiner Eroberungen wird in einem Wandteppich in einem Museum in Bayeux erzählt. Das 70 m lange Kunstwerk steht auf der Liste der UNESCO.

Für Romantiker und Schlösser-Fans hält die Region jede Menge Überraschungen und Sehenswürdigkeiten bereit. Allem voran natürlich den heiligen, mystischen Berg: Le Mont-Saint-Michel.  Am Morgen und in der Wintersonne wirkt der Berg wirklich verwunschen und scheint über dem Wasser zu schweben. Eine ausführliche Vorstellung des Berges und der darauf befindlichen Bauwerke findet ihr hier.

Jede Menge Apfelbäume

Auf dem Weg zum Mont-Saint-Michel sollte man unbedingt die Calvados Produkte aus der Region verkosten. Unser Favorit ist ein Aperitif mit Namen „Pommeau“ – einer Mischung aus Calvados und Apfelsaft und nicht ganz so stark wie purer Calvados. Wir haben uns mit einem kleinen Vorrat eingedeckt und sobald der Webshop der Baronissima online ist, wird es hier auch Calvados-Spezialitäten zu kaufen geben.

Viele Sehenswürdigkeiten

Interessante Schlossruine
Chateau-de-Montfort

Es gibt auf der Halbinsel also jede Menge zu entdecken und teilweise muss man ein bisschen suchen, um die Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenpfade zu finden. Wie zum Beispiel das Chateau de Montfort in der Nähe von Marchésieux. Und diesem Dorf gibt es auch noch eine Kapelle mit ganz wunderbaren Fresken aus dem 14. Jahrhundert.

Etwas skurriler ist ein Besuch der Kirche Saint-Pierre in Biville. Der Chor (13. Jahrundert) und der Kirchturm (1632) wurden um das Grab des Seligen Thomas Hélye gebaut, dessen komplettes Skelett in einem gläsernen Sarg zu besichtigen ist. Jedes Jahr besuchen zahlreiche Pilger die Kirche. Vor allem am 19. Oktober, da an diesem Tag das Fest des Seligen gefeiert wird.

Spaziergänge am Meer

Macht man einen kleinen Spaziergang vom Dorf in Richtung Meer, so landet man auf einem Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Rundumblick und einem Kalvarienberg.

Unbedingt sehenswert ist auch die Abteikirche Sainte-Trinité in Lessay aus dem 11. Jahrhundert. In ihr findet sich eines der ersten vollständigen Rippengewölbe in der gesamten Normandie. Durch die Glasfenster und die tief stehende Wintersonne entsteht hier ein ganz besonderes Licht.

Leckere Spezialitäten

Leckerste Fischgerichte
Crepes-Torte-Fruits-de-Mer

Hier können wir gleich noch einen kulinarischen Tipp liefern. Gleich neben der Abtei gibt es die Metzgerei Varin. Mit ganz wunderbaren lokalen Produkten und der Spezialität des Hauses: eine Art Crêpe-Torte mit Fruits de Mer.

Meeresfrüchte gehören natürlich traditionell zu den kulinarischen Highlights der Normandie und es gibt auf jedem Markt fangfrische Ware zu erstehen.

Gerichte mit frischen Meerestieren

Selbstverständlich haben auch viele Restaurants leckere Fisch- und Muschelgerichte auf der Karte. Ganz bodenständig bekommt man ganz frische Gerichte mit Meeresfrüchten zum Beispiel im Restaurant „La Cale“ am Strand von Blainville/Mer – wo man gleich noch den Sonnenuntergang mit genießen kann.

Also – ein Urlaub in der Normandie ist gerade im Winter schön! Wir sind sehr begeistert!

 

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